Das Wetter kann oft tückisch für Seefahrer sein. Auf Flüssen oder Seen kann man noch schnell Schutz suchen, aber auf dem weiten Meer sieht das schon ganz anders aus. Deswegen sollte man ständig die Wettervorhersagen im Blick haben, denn das Wetter kann von einem Augenblick zum nächsten plötzlich umschlagen. Viele kleinere und mittlere Yachten sind dann extrem gefährdet, denn nur grosse Luxusyachten mit hohen Seitenwänden können gegen starke Windstärken und Wellenhöhen bestehen. Besser ist es aber trotzdem rechtzeitig den sicheren Hafen anzulaufen.
Bft. Windstärke Wellenhöhe Auswirkung auf See
0 Windstill bis 0,10 m Spiegelglatt
1 leiser Zug bis 0,20 m kräuselnde Miniwellen
2 leichte Brise bis 0,30 m kurze und niedrige Wellen
3 schwache Brise bis 0,40 m erste Schaumwellen
4 mäßige Brise bis 0,60 m häufige Schaumwellen
5 frische Brise bis 1,00 m mittellange Wellen mit Krone
6 starker Wind bis 1,50 m große, lange Wellen
7 steifer Wind bis 2,00 m hohe Wellen, Schaumstreifen
8 stürmischer Wind bis 2,50 m sehr hohe Wellenberge
9 Sturm bis 3.50 m Gischtbildung mit ersten Brechern
10 schwerer Sturm bis 4,50 m extrem hohe Wellen, starke Brecher
11 orkanartiger Sturm bis 6,50 m starke Lärmbildung, schlechte Sicht
12 Orkan bis 15,00 m Monsterwellen, kaum Sicht, Gischt
Hinweis: Die Beaufortskala ist eine Einteilung zur Klassifizierung von Wind nach Geschwindigkeit. Hilfreich ist für Seefahrer vor allem der Zusammenhang mit der Wellenhöhe, denn die kann einer Yacht unter Umständen gefährlich werden.
Insgesamt gibt es auch noch 5 weitere Orkanstärken, sodaß es eigentlich sogar Windstärke 17 gibt. Entsprechend hoch sind dann auch die zu erwartenden Wellen. Am besten man bleibt als Seefahrer lieber gleich ab Windstärke 7-8 im sicheren Hafen.
Grundsätzlich sollte man Wind und Wellen nicht unterschätzen. Die Kraft in den Wellen kann eine Yacht kurz und klein schlagen. Vor einem Sturm sollte man daher möglichst immer flüchten. Vor allem aber kommt es auf die Größe der Yacht an, je größer, desto größere Wellen kann das Schiff vertragen. Bei schwerem Seegang hat man mit Stahl erhebliche Stabilitätsvorteile gegenüber Gfk. Wer vorhat mit einer Yacht die Weltmeere zu befahren, der sollte sich also mit einer Schiffslänge von über 20 Metern befassen.
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